Eco 8

 

Der Zusammenbau


Bei dem Besuch der Messe in Sinsheim 1999 erstand ich einen Schnellbausatz des Eco 8 der Firma Ikarus. Der Zusammenbau der Mechanik bietet keinerlei Schwierigkeiten, da alle Bauteile nach Baugruppen in Plastiktüten sortiert sind. Auch die mit reichlichen Zeichnungen versehene Bauanleitung läßt kaum Fragen offen. Um unnötige Reibungsverluste zu vermeiden, sollte auf die Leichtgängigkeit des Getriebes und der richtigen Spannung des Zahnriemens geachtet werden. Eine einfache Methode das Zahnflankenspiel zu kontrollieren ist wenn man noch einen schmalen Streifen Papier zwischen den Zahnrädern hindurch treiben kann. Als arbeitsaufwendiger erwies sich der Zusammenbau der dreiteiligen Kanzel Sehr behutsames Vorgehen beim ausschneiden und verkleben der dünnen ABS und Klarsichtteile ist anzuraten.

   

 

Eine optische Aufwertung mit dem beigelieferten Dekorbogen geht dann aber schnell vonstatten. Für den Einbau der Fernsteuerung und des Kreisels sind von Hersteller schon alle Ausschnitte beziehungsweise geeignete Plätze vorgesehen. Als Antriebsmotor verwende ich einen Speed 650 BB Race 9,6V .Dieser Motor ist aufgrund seiner guten Leistung und dem innenliegendem Lüfterrad das für ausreichende Kühlung sorgt besonders geeignet. Die Stromversorgung übernehmen 10 Zellen mit 2000 mAh der Firma Sanyo die dann eine Flugzeit von ca. 8 min ermöglichen. Alle verwendeten Teile sind weiter unten in einer Tabelle genau aufgelistet.

Flugerfahrungen


Nach dem der Eco 8 fertiggestellt und in der Werkstatt alles noch einmal kontrolliert wurde ging es zum Einfliegen. Dabei wurden Spurlauf, Ruderausschläge, Gas-Pitchkurfe und Kreiselempfindlichkeit eingestellt. Als nun alles nach meinen Steuergewohnheiten angepaßt war ging es zu den ersten richtigen Flügen. Hierbei wollte ich vor allem die Zellenzahl des Akkus ermitteln die für mich am günstigsten erschien. Durch diese Tests entschied ich mich für Akkupacks mit 10 Zellen 2000 mAh der Firma Sanyo, von denen ich dann auch drei Stück erwarb. Ein Akkupack mit 10 Zellen ist meiner Meinung nach ein guter Kompromiß zwischen Flugzeit und Power.

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Nun zu den Flugeigenschaften des Eco 8


Der Eco 8 ist ein lammfrommer Hubi mit dem man nette Rund und Schwebeflüge absolvieren kann. Die ca.8 min Flugzeit sind auch meines Erachtens nach ausreichend, da ich mit meinen Verbrenner Heli auch nicht wesentlich längere Flüge unternehme.

Was der Eco 8 nicht ist

  1. Auf gar keinen Fall ein Kinderspielzeug. Da die mit hoher Umfangsgeschwindigkeit rotierenden Teile eine nicht zu unterschätzende Gefahr darstellen.
  2. Ein 3D Power Kunstflughubschrauber. Die Kraftreserven des Eco 8 reichen natürlich nur zum normalen herumfliegen aus.
  3. Ein Fluggerät für stürmische Tage. Wenn eines der Eco 8 nicht will dann ist es stärkeren Wind, was bei seiner Masse und Antriebsleistung klar sein dürfte. Dieses Manko kann man zum Teil damit reduzieren in dem man entweder am späten Abend oder sich in vom Wind abgeschirmte Bereiche zurückzieht.

 

 
Die Stärken des Eco 8
  1. An erster Stelle steht der lautlose Antrieb der es ermöglicht den Hubi in Ortsnähe und auch zu späterer Zeit noch zu fliegen.
  2. Weil es einfach praktisch ist nach der Arbeit mit ein paar vorher geladenen Akkus auf die nächste frischgemähte Wiese zu gehen und keine Startbox umher zu schleppen, keinen öligen Dreck zu putzen sondern nur zu fliegen.

 

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Verbesserungen


Der Eco 8 ist ein vollkommen durchdachtes Konzept, an dem man eher Verböserungen als Verbesserungen
vornehmen kann. Deshalb habe ich bis auf folgende Kleinigkeiten alles bei seinem Urzustand gelassen.

  1. 1.Landegestellverbreiterung : Da ich den Vorteil des lautlosen Antriebes ausnutzen und auf frisch gemähten Wiesen oder Feldwege in der näheren Umgebung fliegen wollte, war mir der Hubschrauber mit dem orginal Landegestell zu kippgefährdet . Deshalb befestigte ich mit Kabelbinder zwei 8mm Kohlefaserrohre an den Kufen. Am Ende jedes Rohres schraubte ich noch ein Kunststoff-Osterei fest.
  1. Verstrebung der Domplatte : Durch die flexiblen Seitenteile die im fordern Teil der Mechanik nicht miteinander verbunden sind, wackelt die Domplatte und somit auch der Hauptrotor leicht hin und her. Dieses kann zu unangenehmen Resonanzen führen. Außerdem kämmen die Zahnräder des Getriebes durch die Verwindung der ganzen Mechanik auch nicht sauber in einander. Deshalb verstrebte ich die Domplatte mit zwei 3mm Kohlefaserstäbe zum hinteren Kufengestell ab. Diesen Tipp habe ich von Kurt.Moraw´s Homepage entnommen.

 

  1. Hillerrotorstange : Aus dem Rest der 3mm Kohlefaserstange ,die man günstig im Drachenladen erwerben kann, stellte ich noch eine leichte und stabile Hillerrotorstange her. Auf die Rechtwirklichkeit der Bohrungen ist besonders zu achten.
  1. Motorkühlung : Da in der Motorgrundplatte Best.Nr.67580) keine Öffnungen zur Frischluftzufuhr für den Motor angebracht sind und ich aus Festigkeitsgründen auch keine anbringen wollte, unterlegte ich einfach links und rechts je eine Beilagscheibe mit ca. 10mm in Durchmesser und 3mm Höhe. Nun kann das Gebläse des Motors von unten genügend Kaltluft ansaugen.
  2. Was ich noch verändern möchte : An erster Stelle steht der Freilauf weil dann beim Gas wegnehmen der Motor nicht mehr das Hauptzahnrad so abrupt abbremst und dadurch das Getriebe geschont wird. Außerdem habe ich noch vor die etwas schwergängigen Kunststoffkugeln der Anlenkungen durch welche aus Messing zu ersetzen.

 

 
Elektronische Geräte
  1. Ladegerät : Auf Gar keinen Fall sollte an dem Ladegerät für die Akkus gespart werden und mit Widerstandskabel, Biluxbirnen oder ähnlichen dubiosen Lademethoden die teuren Akkus verdorben werden. Ich empfehle ein Ladegerät mit automatischer Voll-Erkennung nach Delta Peak Methode. Auch sollte man bedenken wen man später den Eco 8 auf einen Eco 16 aufrüsten will das dann das Ladegerät für mindestens 16 Zellen ausgelegt sein sollte.
  2. Regler : Den von mir verwendeten Regler CYBEC 40-6-12 kann ich nur wärmstens empfehlen. Dieser Mikroprozessor gesteuerte Drehzahlsteller kann genau auf die Bedürfnisse eines Elektrohelis angepaßt werden. Auch die Empfängerstromversorgung (BEC) von 1,5 A sind für 4 Servos und einen Pietzokreisel vollkommend ausreichend.
  3. Kreisel : Beim Kauf eines Kreisels sollte auf niedriges Gewicht und Stromaufnahme geachtet werden. Der von mir verwendete Ikarus Master Giro erfüllt diese Kriterien. Seine Stabilisierung des Heckrotors ist als ausreichend zu bezeichnen und ähnelt eher der eines mechanischen Systems.
  4. Servos : Dazu ist nicht viel zu sagen da meiner Meinung die meisten Servos geeigneter Größe aus der selben Fabrikation in Taiwan stammen und nur sich an Aufkleber und Verpackung unterscheiden.
  5. Empfänger : Der Kaufentscheid für einen Graupner Empfänger war die günstiger angebrachte Steckerleiste bei der die Servostecker von vorne eingesteckt werden und so in der Höhe nicht aufbauen. Störungen oder andere Ausfälle sind bis zum Heutigen Tage nicht aufgetreten was auch bei moderner Elektronik nicht anders zu erwarten ist.
  6. Sender : Ich verwende einen Multiplex Royal MC Sender der bei mir schon ca. 10 Jahren Klaglos seine Dienste verrichtet. Auf alle Fälle würde ich einen Sender mit elektronischen Mischmöglichkeiten empfehlen, da die mechanische Mischung nur unnötiges Spiel und Verschleiß verursacht

 

 
Verwendete Zubehörteile:

 

Empfänger Graupner C17 FM 35 S
Servos Simprop SES 340 2BB
Kreisel Ikarus Gyro-Master
Regler Kontronik CYBEC 40-6-12
Akku 10 Sanyo 2000mAh
Motor Graupner Speed 650 BB Race 9,6V
Motorritzel 14 Zähne Bohrung 3,2mm
Ladegerät Graupner Ultra Duo plus