Mein Garten




Dachbegrünung:
Für eine Dachbegrünung entschied ich mich, da mir mein Garagendach aus Welleternit nicht mehr gefiel. Ich glaube so geht es vielen mit ihren Garagen oder Hüttendächern, deshalb gebe ich hier eine kurze Anleitung für eine Dachbegrünung ,die auf einem Dach mit geringer Tragfähigkeit der Unterkonstruktion möglich ist. Auf meinem Garagendach grünt und blüht es bei fast keinerlei Pflegeeingriffe nun seit ca. 6Jahren.Deshalb kann ich folgende Aufbautechnik weiter empfehlen, da sich die Kosten in Grenzen halten und alle benötigten Materialien in der näheren Umgebung zum Beispiel im Baustoffhandel oder in Gartencenter erhältlich sind.
   

zum vergrößern bitte anklicken

Schnittdarstellung

1=Folie

2=Dränageschicht

3=Vlies

4=Erdsubstrat

5= Pflanzen

Aufbautechnik :
  1. Auf der kompletten Dachfläche wird eine PVC Folie wie sie auch für Gartenteiche angeboten wird ausgelegt. Falls diese Folie nicht in einem Stück zu bekommen ist ,kann man sie mit geeigneten PVC Kleber auch aus mehreren Stücken zusammen kleben. Diese PVC Folie dient in erster Linie als Wurzelschutz.
  2. Auf die nun möglichst faltenfrei ausgelegte Folie kommt nun die Dränageschicht. Diese Schicht soll überschüssiges Regenwasser ableiten, aber auch eine gewisse Wasserspeicherfähigkeit besitzen. Geeignete Materialien sind grobporige Bauschüttstoffe wie Lava oder Tongranulate. Bei Lava ist durch die scharfen Bruchkanten ein zusätzlicher Schutz der PVC Folie durch ein Flies notwendig, deshalb habe ich mich für das Tongranulat wie es im Baustoffhandel unter dem Nahmen Liapor oder Lecaton erhältlich ist entschlossen. Die Dränageschicht sollte ca. 2-3 cm Dicke erhalten um eine ausreichende Entwässerung zu gewährleisten.
  3. Um ein Verschlämmen der Dränageschicht zu verhindern kommt auf diese ein Filter aus Poliesterflies wie es auch für Gartenteiche angeboten wird. Beim Auslegen des Flies sollten sich die einzelnen Bahnen dabei gut überlappen.
  4. Zu guter Letzt kommt auf das Poliesterflies die Vegetationsschicht, die man leicht selbst herstellen kann. Dazu wird 80 Vol-% Torfsubstrat z.B. Balkonkastenerde mit 20 Vol-% Lava oder Tongranulat gemischt. Bei Auswahl geeigneter Pflanzen (die ich in einer Tabelle weiter unten noch aufliste) genügt eine 2-3 cm hohe Substratschicht. Um ein Abschwemmen des Substrats zu verhindern umsäumt man den Ganzen Rand des Daches mit mittelgroßen Flußkieselsteinen deren Gewicht auch den ganzen Aufbau vor Wind schützt .

Bepflanzung :
Die Entscheidung welche Pflanzen man auf das Dach aussetzen möchte, hängt in allererster Linie von der Dicke des Pflanzsubstrates ab. Wenn wie in meinen Fall eine Substratdicke von nur 2-3 cm vorhanden ist, können nur Pflanzen die an solch extremen Bedingungen angepaßt sind verwendet werden. Von diesen Überlebenskünstlern sind dann auch nur diejenigen Arten geeignet, die entweder mehrjährig sind, oder sich durch Selbstaussaat vermehren.

Tip zur Kosteneinsparung :
Da die Bepflanzung der größte Kostenfaktor bei einer Dachbegrünung ist, läßt es sich hierbei durch folgende Maßnahmen leicht etwas einsparen. Durch eigene Vermehrung der Pflanzen. Fast alle für unser Vorhaben geeigneten Pflanzen lassen sich sehr einfach vegetativ vermehren. Dazu kauft man Topfware und teilt diese in kleine Stücke und setzt sie dann in Töpfe mit Pflanzerde . Nach ein paar Wochen ist dann aus den kleinen Stück wieder eine ansehnliche Pflanze herangewachsen. Bei Sedum reichen schon einzelne Sprossen sogar ohne Wurzel, zur Vermehrung aus, doch dauert es dann schon länger bis sich eine größere Pflanze gebildet hat. Oft bekommt man auch Ableger oder Pflanzen von anderen Gartenfreunden die von Ihrem Vorhaben erfahren haben geschenkt.

Pflege und Düngung :
In der ersten Zeit bis die Pflanzen sich eingewachsen haben, sollte vor allem bei längerer Trockenheit das Dach bewässert werden. Später kann das Gießen vollkommen entfallen. Da die Pflanzen die für die Dachbegrünung geeignet sind nicht nur Trocken- sondern auch Hungerspezialisten sind, sollte eine Düngung nur selten und in kleinen Mengen erfolgen. Gute Erfahrung habe ich mit einer Mischung aus 2/3 Uhrgesteinsmehl das die Pflanzen mit den für sie wichtigen Mineralien versorgt, und 1/3 Hornspäne. Diese Mischung wird dann ca. 20 gr. Pro Quadratmeter einmal im Jahr ausgebracht. Eine weitere Pflegemaßnahme ist das beseitigen unerwünschter Ackerunkräuter und Baumsämlinge. Die Erfahrung hat gezeigt, daß bei längerer Trockenheit ohnehin die meisten nicht erwünschten Arten absterben, deshalb reicht es aus diese Maßnahme einmal im Jahr im Spätherbst durchzuführen.


Kompost: 
Die Alchimisten des Mittelalters versuchten erfolglos wertloses Blei in reines Gold zu verwandeln. Vollkommen anders ist es bei dem Gärtner der wertlosen Küchen und Gartenabfall in wertvollen Kompost verwandelt. Dazu sind nur ein wenig Pflege, ein Kompostsilo und die Kenntnis über die Zusammenhänge des Rotteablaufes notwendig. Bei der Rotte werden biologische Abfälle durch Mikroorganismen in neue Erde umgesetzt. Damit dieser Prozeß schnell und ohne Probleme abläuft muß der Gärtner nur ideale Lebensbedingungen für diese Kleinlebewesen schaffen. Das ist nicht besonders schwierig da die Mikroorganismen sehr bescheiden sind . Sie möchten es nur weder zu naß noch zu trocken, ein wenig Luft und etwas zu Essen haben. Dazu sollte das zu kompostierende Material locker und abwechslungsreich in das Kompostsilo geschichtet werden. Auf feuchtes zum Beispiel Grasschnitt sollte trockener holziger Abfall kommen. Bei langanhaltender Trockenheit kann der Kompost vorsichtig gegossen werden. Zur Kontrolle der Feuchtigkeit benutzt man einen Holzstock den man in den Kompost stößt, bleibt schmierige Erde daran kleben ist der Kompost zu naß. Die Mikroorganismen brauchen zu ihrer Ernährung 30 Teile Kohlenstoff und ein Teil Stickstoff. Dieses Verhältnis Kohlenstoff C (lateinisch Carboneum ) und Stickstoff N (lateinisch Nitrogenium ) nennt man günstiges C/N Verhältnis. Der Kohlenstoff reichlich im Pflanzenabfall enthalten, liefert den Brennstoff für die Mikroorganismen. Der Stickstoff den die Kleinlebewesen für ihren Aufbau brauchen ist aber nur zum Teil ( siehe Tabelle ) im Pflanzenmaterial enthalten. Dieses Manko muß der Gärtner durch zusätzliche Stickstoffbeigaben ausgleichen. Sehr gute Ergebnisse habe ich mit einer Mischung aus jeweils 1/3 Kalkstickstoff 1/3 Hornspäne und 1/3 Urgesteinsmehl gemacht. Kalkstickstoff und Hornspäne sind Stickstofflieferanten, das Urgesteinsmehl sorgt für die notwendigen Mineralien.
Da in unseren meist kleinen Gärten kein Platz für eine Kompostmiete ist empfiehlt sich ein Kompostsilo. Günstiger und mindestens genauso gut als die in bunten Prospekten angepriesenen Silos aus Kunststoff ist ein Silo aus Holzbretter. Beim Selbstbau oder Kauf ist darauf zu achten daß zwischen den Brettern ein genügend großer Abstand ist damit der für die Mikroorganismen lebensnotwendige Sauerstoff eindringen kann, und eine Möglichkeit vorhanden ist aus der man den fertigen Kompost entnehmen kann. Wichtig ist außerdem das der Kompost Verbindung mit dem Mutterboden hat, damit die Mikroorganismen sowie Regenwürmer in den Kompost eindringen können, oder im Winter bei großer Kälte sich in tiefere Erdschichten zurückziehen können. Selbstverständlich ist daß keine durch Krankheiten befallene Pflanzenteile, Plastik , Glasscherben oder anderer Unrat in den Kompost gelangen dürfen.
Falls es zu Startschwierigkeiten kommt in dem noch zu wenig Mikroorganismen in dem neu angelegtem Kompost sich eingefunden haben empfehle ich bio rott Kompostbeschleuniger der Firma Schacht in dem humusbildende Pilze und Bakterien enthalten sind. Auch beschleunigt ein zerkleinern der Pflanzenabfälle den Rotteprozeß.
Einen reifen Kompost erkennt man daran das er trocken, krümelig ist und nach Waldboden Richt. Den reifen Kompost kann man durch ein Sieb werfen, von groben noch nicht verrottetem Material das man zurück gibt befreien, und als wertvollen Dünger auf die Beete ausbreiten.
C/N Verhältnis der wichtigsten Kompoststoffe
Grünmasse (aus Gartenabfällen) 7
Rasenschnitt 12
Stroh von Hülsenfrüchten (Stickstoffsammler) 15
Luzerne 15-25
Küchenabfälle 23
Kartoffelkraut 25
Fichtennadeln 30
Baumlaub 50
Weißtorf 50
Getreidestroh 50-150
Sägemehl 500

Gartenteich:

Die günstigste Methode was Zeit, Arbeit und Kosten angeht ist ein Gartenteich der mit Folie abgedichtet wurde. Diese Teichfolie hat eine Stärke von 0,7 - 2 mm und besteht aus UV-Strahlen stabilisierter, wurzelfesten und frostsicheren  Polyvinylchlorid (PVC) . Da heute genügend breite Folien im Handel erhältlich sind und um die Gefahr undichter Klebestellen zu umgehen sollte am besten die Folie aus einem Stück bestehen. Das einzige Manko ist die Empfindlichkeit der Folien gegen spitze Gegenstände wie zum Beispiel scharfe Steine. Um ein Beschädigen der Teichfolie zu verhindern sollte die ausgehobene Grube mit einer Sandschicht bedeckt werden und zusätzlich mit einem Vlies aus Nylon ausgelegt werden. Auf dieses Nylonvlies wird nun die Teichfolie  möglichst Faltenfrei ausgelegt was am besten bei warmen Wetter geschieht. An den Rändern wird die Folie scharf umgebogen und eingegraben. Dieses verhindert das das angrenzende trockene Erdreich unseren Teich wie ein Schwamm aussaugt. Bei der Gestaltung sollte man eine Sumpfzone ( ca. 5-10 cm Tiefe ) eine Flachwasserzonen ( ca. 20-30 cm Tiefe) und eine Tiefe Zone mit ca. 1 Meter Tiefe berücksichtigen . Die Sumpfzone bepflanzt man dann mit Sumpfpflanzen wie Sumpfdotterblume, Sumpfvergißmeinnicht oder Wollgras, in der Flachwasserzone gedeihen Seebinse Tannwedel und Igelkolben, die Tiefe Zone ist für Seerosen geeignet. Es sollte aber auch an die Bepflanzung des  Teichrandes mit Gräsern und kleinwüchsigen Büschen gedacht werden damit ein harmonischer Übergang  geschaffen wird.

 

Bilder von meinem Gartenteich

        

zum Vergrößern bitte anklicken


Rosen:

Die Schönheit der Rosen faszinierte die Menschen schon seit Jahrtausenden. So ist es kein Wunder das bis zum heutigem Tage eine große Anzahl von Formen und Farben durch Züchtung entstanden sind. Man unterscheidet die Rosen in erster Linie nach ihrer Wuchsform. Das heißt in Beet, Edel, Strauch, Kletter, Zwerg und Stammrosen. Ein  ist die art der Blüte die einfach, halbgefüllt oder gefüllt sein kann. Eine neue Ära der Gartenrosen begann im Jahre 1867 mit dem Erscheinen der ersten Teehybride. Sie leitete das Zeitalter der modernen öfterblühenden Rosen ein.

Englische Rosen

Der englische Rosenzüchter David Austin kreuzte alte historische Rosensorten mit modernen Teehybriden. Damit gelang David Austin die Blütenpracht der historischen Rosen mit den Vorzügen der modernen öfterblühenden und krankheitsresiständen Rosen zu vereinen. Ich habe nur gute Erfahrungen mit David Austin´s Züchtungen gemacht. Mein absoluter Favorit was Krankheitsresistenz, Wuchs und Blütenreichtum anbelangt ist die Strauchrose Mary Rose.

Abraham Darby

Eden Rose

St.Cecilia

Winchester Cathedral

zum Vergrößern bitte anklicken

Rosen Pflege:

Düngung :Im ersten Jahr nach der Pflanzung sollte am besten gar nicht gedüngt werden, sonst können die jungen Triebe nicht genügend ausreifen und es kann zu erheblichen Frostschäden kommen. Ansonsten kann man im Frühjahr nach dem Abhäufeln ca. 50-100 g/m² eines organischen Rosendüngers ausbringen. Jm Juni kann dann noch eine zweite kleinere Düngergabe von ca. 30-50g/m² gegeben werden.

Wässern: Die Rosen wurzeln sehr tief und brauchen daher nicht ständig gegossen werden. Bei langanhaltender Trockenheit ist es günstig die Rosen intensiv ca 10 Liter pro Pflanze alle 2-3 Tage zu gießen. Auf gar keinen Fall sollte über die Blätter gegossen werden, dieses fördert nur Pilzkrankheiten.

Schnitt: Bei Strauchrosen wie die oben genannten muß sehr wenig und nur altes und abgestorbenes Holz herausgeschnitten werden. Ganz anders verhält es sich bei Beetrosen und vor allem bei modernen Züchtungen. Sie wollen einen kräftigen Rückschnitt um ihre volle Blütenpracht entfalten zu können. Der Schnitt erfolgt dabei ca. 1cm über einem gut entwickelnden Auge
Rosen Krankheiten:

Pilzkrankheiten

Die häufigste Pilzkrankheit bei Rosen ist der Sternrußtau, der die Pflanzen meist in Sommer nach einer längeren Regenperiode befallen kann. Dabei bilden sich sternförmige schwarze Flecken auf den Blättern die dann nach einiger Zeit abfallen.

Weitere Pilzkrankheiten sind der echte und der falsche Mehltau die man an einem mehligen Belag auf Blättern und jungen Trieben erkennt und der Rosenrost der anfangs gelbe später rostrote bis schwarze Pusteln auf der Blattunterseite bildet. Bei allen Pilzkrankheitren gelten die gleichen Vorbeuge und Behandlungsmaßnahmen. Vorbeugende Maßnahmen sind sonniger luftiger Standort der Pflanzen, Spritzungen mit Schachtelhalmbrühe, und entfernen und vernichten aller befallenen Pflanzenteile. Falls die Rosen von Pilzkrankheiten stark befallen sind hilft leider nur noch Chemie, so wie Menschen die an schweren infektiösen Krankheiden leiden auch kein Kamillentee, sondern nur noch Penizillin und Antibiotika hilft. Deshalb finde ich das in solchen Ausnahmefällen, in denen es um den Erhalt der Pflanzen geht, auch chemische Mittel eingesetzt werden dürfen
Schädlinge:

Blattläuse : Diese beisenden Insekten vermehren sich bei warmer Witterung im Sommer explosionsartig und können unseren Rosen stark zusetzen. Dieses geschieht einerseits durch ihrer saugende Tätigkeit andererseits in dem sie das Blattgewebe verletzen und so Pilzsporen den Weg ebnen. Zur Bekämpfung der Blattlausplage kann man es mit einfachen Mitteln wie Seifenlauge oder Brenneselbrühe versuchen. Falls damit kein Erfolg erzielt wird bietet der Handel geeignete bienenfreundliche Mittel an.

Triebbohrer : Der Triebbohrer ernährt sich vom Mark der Rosentriebe die dann absterben. Die einzige Möglichkeit ist die befallenen Triebe tief abzuschneiden und zu vernichten